Behandlungsmethoden
LASER ALLGEMEIN
Der Einsatz von Lasern hat die Behandlungsmöglichkeiten in der Augenheilkunde revolutioniert. Mit dem Laser lassen sich Eingriffe am Auge hochpräzise und punktgenau durchführen. Schnelle Wundheilung und Rekonvaleszenz sind weitere Vorteile, die den Laser gerade für Eingriffe am Auge zum idealen Instrument machen.
LASIK (Laser in-situ Keratomileusis)
Die LASIK ist ein modernes Verfahren zur dauerhaften Sehkorrektur mittels Laser. Sie ist heute das weltweit häufigste Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -10 D, der Weitsichtigkeit bis +4 D und der Hornhautverkrümmung bis 4 D. In einer kurzen, ambulanten Behandlung wird mit einem Excimer-Laser die mittlere Hornhautschicht modelliert und dadurch die Fehlsichtigkeit beseitigt.
Nach der lokalen Betäubung des Auges mit Tropfen wird ein Hornhautdeckel (Flap) präpariert und zurückgeklappt. Der Hornhautdeckel wird später als natürliches Pflaster die Wunde wieder verschließen. Nun wird das mittlere Hornhautgewebe an den zur Korrektur errechneten Stellen mit dem Laser abgetragen. Das eigentliche Lasern dauert nur Sekunden und ist schmerzfrei. Die Sehfähigkeit ist nach dem kurzen Eingriff sofort wieder vorhanden. Ein normales Sehempfinden stellt sich meist schon am Tag nach der Operation ein, ein gänzlich stabiles Sehvermögen nach 8 bis 12 Wochen. Deshalb sind nach dem Eingriff Nachuntersuchungen erforderlich, die unbedingt eingehalten werden sollten.
In der Augenklinik Rendsburg wird seit 2001 ein Excimer-Laser der neuesten Generation eingesetzt, mit dem die Wellenfront gesteuerte LASIK möglich ist. Durch die Wellenfront-Diagnostik, die den Gesamtbrechkraftfehler der Augen grafisch exakt darstellt, werden alle spezifischen Abweichungen erfasst. Auf Basis dieser Zusatzinformationen wird eine „maßgeschneiderte“, optimale LASIK ermöglicht.
PRK (Photorefraktive Keratektomie)
Die PRK ist das Vorläufer Verfahren der LASIK. Behandelt werden Kurzsichtigkeiten bis – 6 D, Weitsichtigkeiten bis ca. +3 D und Hornhautverkrümmungen bis 3D. Bei diesem Verfahren wird die äußerste Hornhautschicht, das Epithel entfernt und danach die zentrale Hornhaut mit dem Excimer Laser gezielt bearbeitet. Abgeschlossen wird der Eingriff mit dem Aufsetzen einer dünnen Verbandskontaktlinse. Die PRK findet bei Patienten Anwendung, die aufgrund einer zu dünnen Hornhaut für eine LASIK-Operation nicht geeignet sind. Die volle Funktion des Auges setzt erst ein wenn sich das Epithel nach 2 - 4 Tagen regeneriert hat. Ein Vorteil der PRK besteht in der guten Vorhersagbarkeit ,ihr Nachteil im relativ lang anhaltenden Wundschmerz, der mit Augentropfen behandelt wird.
LASEK (Laser Epitheliale Keratomileusis)
Die LASEK ist eine Kombination des LASIK- und PRK-Verfahrens. Dabei wird das Hornhautepithel mit Alkohol abgelöst und aufgerollt. Nach dem Lasern wird diese Zellschicht wieder zurückgerollt und mit einer therapeutischen Kontaktlinse abgedeckt. Im Vergleich zur PRK ist die Heilungsphase kürzer und mit weniger Schmerzen verbunden.
Epi-LASIK (Epitheliale LASIK)
Bei der Epi-LASIK wird die oberste Zellschicht der Hornhaut mit einer stumpfen Klinge von der Unterlage abgelöst und zurückgeschoben. Dann korrigiert der Excimer Laser den Sehfehler direkt an der Oberfläche der Hornhaut.
